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posted by Walter Becker, may14,2013 http://wp.me/p2z21o-bJ
Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 31.03.13, 02:01
Die Banca Monte dei Paschi di Siena muss einräumen, dass ihre Kunden Depots im Wert von mehreren Milliarden Euro aufgelöst haben. Die Italiener wollen damit einer Enteignung bei der ältesten Bank der Welt zuvorkommen.
1472 gegründet, steht die Banca Monte dei Paschi di Siena heute vor dem Ruin. Eine Schlüsselrolle spielte der damalige italienische Notenbank-Chef und Ex-Goldman-Banker, Mario Draghi, heute EZB. Die Bank-Kunden haben reagiert – und Milliarden von ihren Konten abgezogen. (Fotos: Flickr/asbruff und Flickr/European Parliament)
Die italienische Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) hat auf ihrer Website mitgeteilt, dasses in den vergangenen Monaten offenbar eine dramatische Flucht aus der Bank gegeben haben muss. In einem Statement teilte die Bank mit, dass die Derivaten-Skandale und der damit verbundene Verlust der Reputation zum Abzug von „einigen Milliarden aus den Depots“ der Bank geführt haben.
Bernardo Mingrone, CFO der MPS, hatte am Donnerstag die Lage noch verharmlost: Es habe einige Probleme gegeben, der Februar sei nicht so erfreulich gewesen, im März hätte es eine Erholung gegeben. Verräterisch: Mingrone wollte keine Aussage darüber treffen, wie viel Geld genau aus den Depots im ersten Quartal verschwunden ist. Dies ist vor allem für den März von Bedeutung: Offenbar haben die Italiener massiv auf die Ereignisse in Zypern reagiert und sich ihr Geld von der MPS geholt.
Der Fall der MPS zeigt beispielhaft, wie sich die europäischen Banken-Restrukturierung abspielen dürfte: Zunächst ist die Bank gemeinsam von den lokalen Politikern und den Investment-Banken in den Abgrund geritten worden . Die italienische Finanzaufsicht hat unter der Federführung des heutigen EZB-Chefs Mario Draghi kläglich versagt , bestreitet aber jede Verantwortung . Der Goldman-Premier Mario Monti hat die Bank mit vier Milliarden aus Steuergeldern am Leben erhalten .
Keine der Kapitalspritzen hat geholfen. Die MPS gilt immer noch als in ihrer Existenz gefährdet. Daher werden die Italiener besonders aufmerksam verfolgt haben, wie die normalen Bank-Guthaben in Zypern enteignet wurden. Und sie werden noch aufmerksamer vernommen haben, dass zunächst der Euro-Gruppenführer Jereon Dijsselbloem und dann der niederländische EZB-Banker Klaas Knot bestätigt haben: Der Fall Zypern ist eine Blaupause für die europäischen Banken-Rettungen.
Die Kunden der MPS dürften schneller reagiert haben als andere Bankkunden. Möglicherweise waren für sie die erst vor kurzem aufgeflogenen Skandale ein Glücksfall: Sie wussten, dass mit ihrer Bank etwas nicht stimmt – auch wenn es sich um die älteste Bank der Welt handelt.
Die Kunden konnten sich ausrechnen, dass ihre Guthaben bei einer ausgewiesen schwachen Bank nicht besonders sicher sind. Und seit Zypern wissen sie: Im Crash-Fall wird jeder Bank-Kunde zur Kasse gebeten, wenn er mehr als 100.000 Euro auf der Bank liegen hat.
Für die meisten europäischen Bank-Kunden ist noch nicht klar, wie die Lage bei jenem Institut ist, dem sie ihr Geld anvertraut haben. Sie wären jedoch gut beraten, sich damit zu beschäftigen.
Sie sollten sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass in Zeiten der schlummernden Derivaten-Bomben im Grunde jede Bank eine Bad-Bank ist.
posted by Walter Becker, quelle siehe oben. http://wp.me/p2z21o-bE
Nach dem Haircut in Zypern stellen sich nicht nur die kleinen Sparer die Frage, wie sicher ihr Konto ist. Auch die Banken wollen nicht länger in eine Versicherung einzahlen, wenn der Staat am Ende trotzdem die Bank-Guthaben nach Gutsherrenart enteignet.

In der europäischen Banken-Szene herrscht immer noch Fassungslosigkeit: Mit dem Beschluss der Troika, in Zypern auch die kleinen Sparer zu enteignen, um die Banken zu restrukturieren, sei ein System-Wandel eingeleitet: „Nichts ist mehr, wie es vorher war“, sagt ein Bank-Manager den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Die Einlagensicherung, wie wir sie derzeit haben, ist null und nichtig. Sie ist das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben steht. Die Einlagensicherung muss komplett neu überdacht werden.“
Der Eingriff der Politik in die Bankguthaben wird von den Banken als „Sozialismus“ gesehen: „Es ist ein wesentlicher Unterschied, ob jemand in Bank-Aktien investiert und damit eine Risiko-Abschätzung vornehmen muss, oder ob jemand sein Erspartes der Bank zur Aufbewahrung anvertraut. Es ist aberwitzig, dass diese beiden Gruppen nun völlig gleich behandelt werden sollen.“
Der Grundgedanke der Einlagensicherung sei, wie der Name schon sagt, die „Sicherheit“. Alle Banken zahlen jährlich Millionen an Gebühren in die Einlagensicherung. Diese sei nicht dazu da, Risiko-Kapital zu schützen. Aber sie sei dazu da, die kleinen Sparer zu schützen. Ein anderer Banker sagte den DWN: „Wozu sollen wir in solch einen Fonds einzahlen, wenn die Politik mit einem Federstrich sagen kann, dass über Nacht die Inhaber von Bank-Guthaben enteignet werden?“
Doch auch ohne weitere Haircuts seien die Einlagensicherungen wertlos: Die Summen, die nötig wären, wenn es wirklich zu seinem Banken-Crash in Deutschland käme, können nicht aufgebracht und daher vom Staat auch nicht garantiert werden.
n der Finanz-Branche in Frankfurt und vor allem in London geht man für die Enteignung in Zypern von Sammelklagen ugegen die Regeln aus. Es dürfte zu einem Wettlauf mit der EU kommen: Schafft es Brüssel, noch vor einem Urteil des EUGH eine entsprechende Rechtsgrundlage auf die Beine zu stellen? So etwas kann auf europäischer Ebene lange dauern: „Wir erwarten, dass es eher ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs geben wird als einen für alle europäischen Staaten verbindlichen Gesetzesvorschlag.“
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat kürzlich erstmals eingeräumt, dass die Spareinlagen zur Euro-Rettung herangezogen werden können – europaweit . Euro-Gruppenführer Jereon Dijsselbloem sagte, dass die Zypern-Enteignung die Blau-Pause für die Banken-Restrukturierung in anderen Ländern sei. Die Blaupause ist relativ einfach zu verstehen .
Die Deutschen haben seit der Eskalation in Zypern erneute Garantien für die Sicherheit ihrer Einlagen (Die Einlagen sind sicher!) erhalten von:
- Regierungskreisen
- Einem ehemaligen ZDF-Moderator
- Wolfgang Schäuble (ja, aber…)
- Dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband
Trau - Schau – Wem ! http://wp.me/p2z21o-bA
normalwerweise geht man davon aus, dass wir aus dem Westen unsere Technologie und unsere Ideen in die sog. Dritte Welt exportieren.
Bei dem Thema „Kredite“ allerdings konnten wir von dieser Dritten Welt etwas lernen! Das, was Gewerbe, junge Selbstständige, Existenzgründer und die mittelständische Industrie dringend benötigen, sind bankenunabhängige Kredite!
Jeder weiß doch aus eigener schmerzlicher Erfahrung wie sich Banken bei einem Kreditwunsch verhalten, wenn jemand sich selbstständig machen will, oder aber wenn ein Kleinunternehmer investieren möchte. Er muss “die Hose runterlassen” und Hab und Gut verpfänden, falls er noch darüber verfügen kann.
Die restrictive Haltung der üblichen Geschäftsbanken sind ja schon legendär, trotz aller Dementis ist es für einen Existenzgründer der einen Kredit beantragen will, immer noch extrem problematisch und zeitraubend, seinen Kreditantrag durchzuboxen. Kleinere Projekte lassen sich aber doch noch relativ schnell realisieren. Hier hilft die Idee der Mikrokredite! Wenn der Kapitalbedarf überschaubar ist und ein kleineres Gewerbe oder eine kleinere Investition ansteht, hier die interessanteste Alternative seit langer Zeit:
Sie gehört zum Mikrokreditfonds Deutschland, mit dem die Bundesregierung für Kleinstunternehmen und Gründer den einfachen Zugang zu Kapital verbessern will.
Originaltext der GLS Bank:
In erster Linie ist “Mein Mikrokredit” für kleine und junge Unternehmen gedacht, die über ihre Banken keine Kredite erhalten. Hierzu zählen insbesondere von Frauen oder von Menschen mit Migrationshintergrund geführte Unternehmen, wobei keine Personengruppe ausgeschlossen wird.
Betriebe, die ausbilden oder ausbilden wollen, sollen bei der Kreditvergabe ebenfalls besonders berücksichtigt werden.
Für die Kreditvergabe werden Ihnen keine Gebühren berechnet. Der Zinssatz beträgt derzeit effektiv 8,9 % p.a. und wird fest für die gesamte Laufzeit vereinbart. Sondertilgungen sind jederzeit möglich.
„Mein Mikrokredit“ hat kurze Laufzeiten von wenigen Monaten bis zu maximal drei Jahren. In vielen Fällen sind Referenzen bzw. kleine Bürgschaften aus dem persönlichen und geschäftlichen Umfeld Voraussetzung.
Besuchen Sie die Webseite der Bank, studieren Sie dort das Angebot! Dies wäre eine gute Möglichkeit auch dann einen Kredit zu bekommen, wenn Ihre sog. “Hausbank” abgelehnt hat!
Hier die genauen Adressangaben:
Adresse
GLS Gemeinschaftsbank eG
Postanschrift: Postfach 10 08 29, 44708 Bochum
Besuchsadresse: Christstraße 9, 44789 Bochum
Kundenberatung
Telefon 0234 5797-100
Telefax 0234 5797-222
E-Mail: kundendialog@gls.de
www.mein-mikrokredit.de/
sehen Sie hier den Kommentar auf einen unserer Artikel über Finanzierungen:
ich denke, sich über die Finanzierung seiner Geschäftsidee frühzeitig Gedanken zu machen ist vielleicht der wichtigste Schlüssel zum Erfolg als Gründer. Leider sind die Hausbanken in der Regel sehr restriktiv, wenn es um Gründerdarlehen geht. Die im Artikel erwähnte KfW ist sicherlich der erste Ansprechpartner. ich finde aber auch den Mikrokredit aus dem Mikrokreditfonds Deutschland erwähnenswert, da im Rahmen von Mikrokrediten nicht nach banküblichen Kriterien geprüft wird, sonder individuell die Erfolgsaussichten des Projektes bzw. des Unternehmens durchleuchtet werden und der Persönlichkeit des Gründers eine essentielle Rolle bei der Bewertung zukommt.
Ich kann nur empfehlen, sich zur Mikrofinanzierung in Deutschland zu informieren.
Adresse und Kontakt:
VS Finance GmbH
Lietzenburger Str. 94
10719 Berlin
Tel.: 030 – 23 60 74 13
Fax: 030 – 23 60 74 12
Mail: info@vsfinance.de
Skype: Mikrofinanzierung
klicken Sie hier um auf die Seite zu kommen: http://www.mikrofinanzierung.org
posted by Walter Becker, 18.03.2013 http://wp.me/p2z21o-bo
Quelle: Kopp-online vom 14.03.2013
Mikrowellen mindern den Nährstoffgehalt Ihres Essens, denn sie zerstören genau die Vitamine und Phytonährstoffe (sekundären Pflanzenstoffe), die vor Krankheiten schützen und uns gesund erhalten. Mehrere Studien haben ergeben, dass beispielsweise bei Brokkoli bis zu 98 Prozent der krebshemmenden Nährstoffe durch das Garen in der Mikrowelle vernichtet werden.

Um zu verstehen, warum das so ist, muss man die Natur der Vitamine und Phytonährstoffe verstehen. Es handelt sich um äußerst empfindliche Moleküle, die durch Hitze sehr leicht zersetzt werden können. Deshalb enthält pflanzliche Rohkost mehr Nährstoffe als gegarte Lebensmittel. Carotinoide, Antioxidantien und andere Moleküle wie DIM (in Brokkoli)oder Anthocyanine (in rotem Mais) werden durch die Mikrowellen-Energie sehr leicht zerstört.
Mikrowellen »beschießen« Ihr Essen auf der molekularen Ebene
Das Garen in der Mikrowelle ist die schlechteste Art, das Essen zuzubereiten, denn Mikrowellen erregen die Wassermoleküle im Kochgut, so dass sich die Hitze von innen nach außen bildet. Das führt zum »Beschuss« jeder einzelnen Zelle des Lebensmittels (wie beispielsweise Brokkoli oder Karotten), so dass die Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe zersetzt werden und die Entstehung von Krankheiten gefördert wird.
In der Mikrowelle gegartes Essen ist nicht nur in jeder Hinsicht »tot«, sondern es ist Essen, das molekular so dekonstruiert wurde, dass nur leere Kalorien, Ballaststoffe und Mineralstoffe übrig bleiben. Praktisch der gesamte Gehalt an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen ist vernichtet worden.
Wer behauptet, das Garen in der Mikrowelle sei gesund, hat keine Ahnung von Ernährung und Zubereitungsverfahren. Während sich das Dämpfen von Gemüse tatsächlich für manche Sorten eignet, weil dadurch die Bioverfügbarkeit bestimmter Nährstoffe erhöht wird, zerstören die Mikrowellen Gemüse von innen heraus, auf der Ebene der Zellen.
Lassen Sie sich vom äußeren Schein nicht trügen
Das wirklich Hinterhältige beim Garen in der Mikrowelle ist, dass das Essen scheinbar noch dasselbe ist, doch auf der Ebene der Zellen ist es, als habe ein Atomkrieg stattgefunden. Die Molekularstruktur ist praktisch vernichtet. Wenn Sie in der Mikrowelle gegartes Essen unter einem lichtstarken Mikroskop anschauen könnten, dann würden Sie es nie wieder essen, weil Sie dann sähen, zu welch nährstoffmäßigem Ödland es geworden ist.
Wenn Sie sich gesund ernähren möchten, so achten Sie darauf, dass Ihr Essen zu einem erheblichen Teil aus rohen Pflanzen besteht. Sie können etwas gedämpftes, pfannengerührtes oder sogar gegrilltes Gemüse essen; beim Grillen sollten Sie allerdings darauf achten, dass es nicht verbrannt wird. Alle verbrannten Teile enthalten nämlich giftige, krebsverursachende chemische Substanzen, die vor allem die Entstehung von Darmkrebs fördern.
Ich persönlich bin wirklich erstaunt, dass noch nicht mehr Menschen darüber Bescheid wissen. Oft genug muss ich sogar mit meinen eigenen Mitarbeitern darüber reden, da sie offensichtlich vom Garen in der Mikrowelle keine Ahnung haben. Mikrowellen fördern den Tod, denn sie verwandeln nährstoffreiches, gesundes Essen in leere, dezimierte Kalorien. Seit über zehn Jahren benutze ich kein Mikrowellengerät mehr, ich besitze auch gar keines.
Denken Sie daran: Wer einen Großteil seines Essens in der Mikrowelle zubereitet, entwickelt zwangsläufig chronische Nährstoffdefizite, die zu Krebs, Diabetes, Knochenkrankheiten, eingeschränkter Gehirnfunktion, Herzerkrankungen und vielen weiteren gesundheitlichen Problemen führen. Die am wenigsten gesunden Menschen in einer Gesellschaft sind in der Regel die, die häufig ihr Mikrowellengerät dazu benutzen, ihr Essen zu »beschießen«.
Copyright © 2013 by NaturalNews Bildnachweis: Sergemi / Shutterstock
posted by Walter Becker, 14.03.2013 http://wp.me/p2z21o-bk
Am Mittelmeer bleiben Herz und Gehirn länger gesund. Wissenschaftler haben nun herausgefunden warum.

Palästinenser bei Olivenernte Foto: usage Germany only, Verwendung nur in Deutschland
Dass Fett und Alkohol nicht immer des Teufels sein müssen, fiel erstmals vor etwa 50 Jahren dem amerikanischen Physiologen Ancel Keys auf. Der staunte einst beim Blick in die Daten der Weltgesundheitsorganisation WHO über die niedrigen Cholesterinwerte und die wenigen Infarktopfer im Mittelmeerland und begann der Sache auf den Grund zu gehen. In der sogenannten Sieben-Länder-Studie beobachtete er 15 Jahre lang 16000 Männer aus Europa, Japan und den USA. Das Ergebnis: Auf der griechischen Inseln Kreta waren Herzinfarkte fast nicht existent, selbst nach 25 Jahren verstarben in Nordeuropa und den USA dreimal mehr Menschen an einem Verschluss der Herzgefäße als an der Mittelmeerküste – der Mythos von der Kreta-Diät war geboren. Das viele Gemüse, der Fisch, das reichliche Olivenöl und der regelmäßige Rotwein auf der Speisekarte der Inselbewohner, so spekulierte der Wissenschaftler damals, halten das Herz gesund und kräftig.
In der Fachzeitung New England Journal haben spanische Wissenschaftler nun den endgültigen Beweis dafür geliefert, dass man allein durch die Ernährung Herzkreislaufkrankheiten vermeiden kann. In einer Studie hatten sie insgesamt 7447 Übergewichtige, Raucher, Diabetiker oder Menschen mit anderen Risikofaktoren per Los drei Gruppen zugeteilt. Die Mitglieder der einen wurden instruiert, weniger Fett zu essen. Die der anderen beiden Gruppen darin beraten, dem griechischen Speiseplan zu folgen und eine sogenannte mediterrane Diät einzuhalten. Wobei ein Drittel der Probanden die Mittelmeerkost zudem durch vier tägliche Esslöffel Olivenöl ergänzen sollte. Weitere fast 2500 Probanden wiederum bat man, jeden Tag eine großzügig bemessene Handvoll Nüsse zu essen.

Mediterrane Küche Foto: PhotoSG - Fotolia
Auch sonst mussten die Probanden laut mediterranem Speiseplan kaum darben: Dreimal am Tag gab es Obst, mindestens zweimal Gemüse, Fisch stand dreimal wöchentlich oder noch öfter auf dem Diätplan. Und zu jedem Abendessen durften sie sich ein Glas Rotwein genehmigen. Auch Schokolade mit hohem Kakaoanteil, Nüsse und Eier konnten ohne Einschränkung gegessen werden. Verzichtet werden sollte nur bei Wurst, Backwaren und Milchprodukten. Schweine- oder Rindfleisch, so die Anweisung, gälte es zudem durch Geflügel zu ersetzen. Nach vier Jahren und fast zehn Monaten wurde die Studie abgebrochen; es schien ethisch nicht mehr vertretbar, den übrigen Probanden die Mittelmeerkost zu verweigern. Um 30 Prozent lag die Zahl der Herzinfarkte, Schlaganfälle und kardiovaskulären Todesfälle bei den Konsumenten dieser Diät niedriger als bei den anderen Versuchspersonen. Erstaunlich auch: Die Teilnehmer hatten ihre Mittelmeer-Diät in der Regel nicht nur durchgehalten, sie hatten trotz der üppigen Kost auch nicht zugenommen. Die Konkurrenten dagegen versündigten sich gleich reihenweise an ihrem Essensplan.
“Diese sehr wichtige Studie bestätigt endgültig, was wir als Herzexperten schon lange annehmen”, sagt Helmut Gohlke, der Vorsitzende der Projektgruppe Prävention der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie: Eine gesunde Ernährung könne Herzkrankheiten und Schlaganfälle verhindern. Selbst wenn die Patienten schon Medikamente für Kreislauf, Herz oder Blutfette nehmen, auch das beweise die Studie, sei der Effekt der Diät so groß, dass er sich immer noch auswirke.
Schon bisher, erklärt der Experte, war die Datenlage in dieser Hinsicht recht üppig: Bereits insgesamt 570 000 Menschen wurden laut Gohlke bisher zur Untermauerung der These beobachtet. “Die Ergebnisse waren sehr homogen. Mit einer mediterranen Kost lässt sich nicht nur das Risiko für atherosklerotische Komplikationen, sondern auch für Krebs um 25 bis 30 Prozent senken.” Kürzlich wurde sogar eine Studie veröffentlicht, die auch auf einen positiven Einfluss auf das Gedächtnis hinweist. “Was noch fehlte, war der Beweis, dass die Ernährungsumstellung tatsächlich ursächlich für diese Verbesserungen ist”, sagt Hans-Georg Joost, Leiter des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung, Dife, in Potsdam. Erst durch das strenge Regelkorsett der neuen Studien gilt als belegt, dass nicht die viele Sonne, die steilen Bergwanderungen und die gute Seeluft den Kreter länger leben lassen, sondern vor allem auch sein Essen.
Noch eine weitere positive Botschaft zieht der Experte aus der Arbeit: “Gesund leben muss nicht gleichbedeutend mit Askese sein.” Im Gegensatz zu einem fettreduzierten scheine ein mediterraner Ernährungsplan auch von den Menschen durchgehalten zu werden – “und macht noch nicht einmal dick”, sagt Joost. Auch der Konsum von cholesterinreichen Eiern werde für gesunde Personen inzwischen als harmloser eingeschätzt, so Gohlke. Eine Frage lässt jedoch auch die Arbeit der Gruppe von Ramon Estruch von der Universität Barcelona unbeantwortet. Was genau macht die Mittelmeerkost eigentlich so gesund? Die an ungesättigten Fettsäuren reichen Nüssen und Ölivenöle alleine scheinen es nicht zu sein. Weder die Gruppe mit der Extraportion Nüsse noch die mit den in Olivenöl getränkten Speisen schnitt besser als die andere ab. Auch am Beweis der Solowirkung des Rotweins hat sich die Wissenschaft bereits vergeblich versucht.
“Welche Substanz im Einzelnen für die Wirkung der mediterranen Kost verantwortlich ist, darüber kann man nur spekulieren”, sagt Dife-Chef Joost. “Es ist wohl das ganze Ernährungskonzept” ergänzt der Herzmediziner Gohlke. Zutaten wie Gemüse, Obst und Olivenöl, da sind sich beide Wissenschaftler einig, dürften dabei eine besonders große Rolle spielen. “Aber ein gesunder mediterraner Lebensstil, das bedeutet nicht einfach nur, das Essen beim Italiener an der Ecke zu konsumieren”, sagt Joost.
Zu dem gehöre noch mehr: “Oliven, Tomaten, ganz wenig Fleisch und Süßes, und auch das Auf und Ab in den Bergen, die Bewegung.” Diese Form der kretischen Diät wird allerdings auch nicht mehr von vielen Griechen eingehalten. Der Forscher Ancel Keys, so glauben viele Wissenschaftler deshalb, würde heute seine so unfassbar gesunden Inselbewohner vergeblich suchen.
Quelle: Badische Zeitung, www.badische-zeitung.de vom 12.03.2013
posted by Walter Becker http://wp.me/p2z21o-bg
Mitte April wird in Berlin der Gründungsparteitag der eurokritischen Partei „Alternative für Deutschland“ stattfinden. Ihre Ziele sind die Auflösung des Euro, ein Ende der Rettungsschirme und ein Zurück zu nationalen Kompetenzen.
In der kommenden Woche soll in Deutschland die Gründung einer neuen Partei bekannt gegeben werden, der „Alternative für Deutschland“. Dies teilte Bernd Lucke, Hochschullehrer und Mitgründer des eurokritischen Bündnisses Wahlalternative 2013, in einer E-Mail an die Unterstützer des Bündnisses mit.
Die neue Partei werde die Auflösung des Euros zugunsten nationaler Währungen fordern sowie ein Ende der milliardenschweren Rettungsschirme und eine Rückverlagerung von Kompetenzen auf die nationale Ebene, so Bernd Lucke.
Lucke war schon vor der ESM-Entscheidung mit einer Bürgerinitiative in Erscheinung getreten, die in kurzer Zeit öffentlich wahrgenommen wurde. Er ist Wirtschafts-Professor in Hamburg (hier im DWN-Interview seinerzeit zu seinem Kampf gegen die europäische Kollektiv-Verschuldung und die Crash-Gefahr).
„Wir hoffen, dass Sie sich uns in großer Zahl anschließen werden“, schreibt Lucke. Es sei jeder herzlich eingeladen, „der einen Erfolg der eurokritischen Bewegung wünscht“. Für Mitte April kündigt Lucke einen Gründungsparteitag an, zu dem er alle Mitglieder einlädt.
Lucke schreibt, er habe auch den eurokritischen Freien Wählern angeboten, sich an der Parteigründung zu beteiligen. Doch die Führungsspitze der Freien Wähler habe dies abgelehnt. „Ich bedaure das, weil es bei den Freien Wählern von der Basis bis hin zu den Landesvorständen viele ernsthafte und vernünftige Menschen gibt, die sich eine größere Kooperationsbereitschaft ihrer Führung gewünscht hätten“, schreibt Lucke.
Damit zeigt sich das Problem, dass die Euro-Gegner in Deutschland weiter zersplittert sind. Schon heute gibt es neben den freien Wählern einige kleinere Gruppen, wie die „Partei der Vernunft“, die sich die Abschaffung des Euro auf die Fahnen geschrieben haben.
In anderen Ländern haben die Anti-Euro-Parteien entweder viel Geld, wie in Österreich mit Frank Stronach (hier), oder aber charismatische Führer, wie in Italien mit Beppe Grillo (hier).
Die neue Wahlinitiative wird vermutlich beides aufbringen müssen, um bei der Bundestagswahl über die Wahrnehmungs-Schwelle hinauszukommen.
Die Sprecher der Wahlalternative 2013 sind neben Lucke der renommierte ehemalige FAZ-Journalist Konrad Adam und der frühere Staatssekretär Alexander Gauland. Zu den Hauptzeichnern zählen auch die bekannten Euro-Kritiker, BDI-Präsident Olaf Henkel und der Jurist Karl Albrecht Schachtschneider. Auch die unermüdliche Kämpferin gegen den ESM, Beatrix von Storch gehört zu den Gründungsmitgliedern.
Die Ziele der Wahlalternative 2013:
1. Deutschland wird im Einklang mit dem Maastricht-Vertrag nicht mehr für die Schulden fremder Staaten eintreten.
2. Das einheitliche Euro-Währungsgebiet wird aufgegeben. Es steht allen Staaten frei, aus dem Euro auszuscheiden, sich in geeigneteren Währungsverbünden (Nord- und Südeuro) zusammenzuschließen oder Parallelwährungen einzuführen
3. Abtretungen wesentlicher Hoheitsrechte der Bundesrepublik Deutschland bedürfen einer vorherigen Volksabstimmung.
posted by Walter Becerk, 28.02.2013 http://wp.me/p2z21o-b7
26.02.2013, 10:58 Uhr | dpa-AFX Quelle:http://wirtschaft.t-online.de/privatbankiers-vor-gericht-sal-oppenheim-prozess-beginnt-in-koeln/id_62330178/index
KÖLN (dpa-AFX) – Es ist einer der größten Wirtschaftsstrafprozesse der Nachkriegsgeschichte: An diesem Mittwoch (27. Februar/09.30 Uhr) beginnt im größten Saal des Kölner Landgerichts das lang erwartete Verfahren gegen das ehemalige Führungsquartett des Bankhauses Sal. Oppenheim und einen früheren Geschäftspartner. Die Anklage lautet auf Untreue im besonders schweren Fall und Beihilfe dazu. Es geht um drei Immobiliengeschäfte und einen dreistelligen Millionenschaden für die einst größte europäische Privatbank, die 2009 fast kollabierte.
Auf der Anklagebank nehmen die vier ehemals persönlich haftenden Gesellschafter Platz: Christopher Freiherr von Oppenheim (47), Sohn des vor acht Jahren gestorbenen Firmenpatriarchen Alfred von Oppenheim und früher zuständig für das Privatkundengeschäft. Matthias Graf von Krockow (63), verschwägert mit den Oppenheims und über zehn Jahre lang Bankenchef. Friedrich Carl Janssen (68), ehemals Risiko-Manager und vorübergehend Aufsichtsratschef beim Handelskonzern Arcandor. Dieter Pfundt (60), Ex-Chef des Investmentbankings. Und schließlich der Immobilienunternehmer Josef Esch (56) als früherer Geschäftspartner.
Das mögliche Strafmaß: bis zu zehn Jahre Gefängnis. Die Angeklagten beteuern – soweit sie sich bisher geäußert haben – ihre Unschuld. In dem Prozess werden drei Immobiliengeschäfte juristisch aufgearbeitet, die die Staatsanwaltschaft in zwei Anklagen zusammengefasst hat. Kurz gesagt geht es um kostspielige Investitionen in eine Kölner Villa und zwei Bürokomplexe in der Domstadt und in Frankfurt am Main. In die laut Anklage zu aufwendig renovierte und dann zu billig vermietete Kölner Villa war Christopher von Oppenheims Mutter Jeane Freifrau von Oppenheim eingezogen.
Durchgehende Themen des Prozesses: sündhafter Luxus, Selbstbedienungsmentalität. Die Anklagen zielen darauf ab, dass sich die Führung der Bank auf Kosten der übrigen Gesellschafter bereichert haben soll. Dabei dürfte der Prozess – der sich bis ins nächste Jahr hinziehen wird – tiefe Einblicke in die Welt der Superreichen gewähren, denn Sal. Oppenheim war spezialisiert auf den deutschen Geld- und Hochadel.
Über Jahrhunderte hatte die noble Privatbank das Wirtschaftsleben mitbestimmt, bevor gigantische Fehlspekulationen den Absturz einleiteten. Der fatale Fehler bestand darin, im großen Stil bei Arcandor (KarstadtQuelle) einzusteigen. Als der Konzern pleite ging, waren auch die scheinbar unerschöpflichen Reserven des Geldinstituts aufgebraucht. Das Bankhaus selbst existiert zwar weiter, ist aber nur noch eine Unterabteilung seines neuen Besitzers Deutsche Bank <DBK.ETR>. Quelle: dpa-AFX
gepostet von W.Becker, 29.02.2013, Quellenangabe siehe am Anfange dieses Artikels.
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